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Corona-Aufarbeitung

Kinder und Jugendliche nach Corona: Eine Generation wird alleingelassen

Viele Heranwachsende sind seit der Pandemie seelisch oder körperlich krank. Experten richten sogar eine Petition an den Bundestag. Ein Beispiel für viele ist Fabian (18) aus Berlin.

9 Min
Eine Jugendliche sitzt in ihrem Zimmer am Schreibtisch vor ihrem Computer.

Eine Jugendliche sitzt in ihrem Zimmer am Schreibtisch vor ihrem Computer.

© Paul Zinken/dpa

Fabian hat das Abitur gemacht. Eine gute Nachricht, vielleicht die beste seit langem. Es ist ein wichtiger Schritt für den Berliner in das Leben eines Erwachsenen. Das hat seinem Ausweis zufolge bereits begonnen – Fabian wird demnächst 19 Jahre alt. Tatsächlich aber ist seine Entwicklung ins Stocken geraten. Er war einmal ein aufgeschlossener Junge, neugierig, gesellig, sportlich zudem. Er spielte Fußball, spielte auch ein Instrument, gehörte zu einer Schulband, war das, was landläufig als aufgeweckt bezeichnet wird. Dann kam die Corona-Pandemie.

Wann es begann, können seine Eltern nicht genau sagen. „Es war ein schleichender Prozess“, erzählt sein Vater. Der Junge zog sich zurück. Zunächst in sein Zimmer, dann immer mehr in sich selbst. Schließlich schottete er sich ganz von seiner Umwelt ab. Bis heute hat sich daran kaum etwas geändert. „Aus dem Haus geht er nur, wenn es unbedingt sein muss“, berichtet der Vater. Einen Besuch bei einem Therapeuten lehnt Fabian ab – sie würden so schnell ohnehin keinen freien Platz für ihn finden.

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