Erst vor gut einem Jahr hat die Bundesregierung einen gemeinsamen Jahresbetrag für die Verhinderungs- und Kurzzeitpflege eingeführt. Jetzt will sie ihn schon wieder auf verschiedene Budgets verteilen. Für pflegende Angehörige würde das in Zukunft weniger Flexibilität und mehr Bürokratie bedeuten. Besonders hart trifft die Reform Menschen wie Brigitte Richter. Nachdem das Bundeskabinett am 30. September den Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) beschlossen hat, fragt sie sich, ob die Entscheider in Berlin endgültig abgehoben sind. „Wissen sie denn gar nicht, wie die Versorgungssituation im Land ist?“, fragt Richter.
Pflegereform
Rentnerin verzweifelt an Merz’ Pflegereform: „Dann sollen sie uns die Pille geben“
Die Pflegereform soll Angehörige entlasten. Doch eine Betroffene fürchtet weniger Hilfe und höhere Beiträge. Von der Politik fühlt sie sich im Stich gelassen.
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Ab dem 1. Januar 2027 steigen die Pflegebeiträge – vor allem für Kinderlose.
© Tom Weller/dpa
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