Wenn man einmal von ihrer Denkfaulheit absieht, Nazirollen gern mit großen, blonden Deutschen zu besetzen, bleibt es das Geheimnis der Amerikaner in Hollywood, warum sie Nazi-Aufarbeitungsfilme – manchmal auch als Komödien angelegt – so viel besser hinkriegen als wir und damit größere Erleuchtungsmomente schaffen als schiere Pädagogik. Das hat ganz sicher starke psychologische Aspekte: Sie haben den Abstand, sie waren nicht die Täter, sie verfügen über Selbstironie.
Kino
Russell Crowe als Hermann Göring im Gerichtsdrama „Nürnberg“: Wie ein Nazi tickt
Hollywood nimmt sich der Nazi-Prozesse nach dem Krieg an. Und lenkt dabei den Fokus auf Göring und dessen Psychiater. Das ist Kino, wie es sein muss.
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Auf der Anklagebank in „Nürnberg“: Russell Crowe als Hermann Göring
© Kata Vermes/Sony Pictures
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