Wirtschaft

Sechstreichster Mann Deutschlands: Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne ist tot

Klaus-Michael Kühne ist tot. Der Logistikmilliardär wurde 89 Jahre alt. Sein Milliardenvermögen soll an die Kühne-Stiftung gehen.

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Der Großunternehmer des Logistikkonzerns KühneNagel, Klaus-Michael Kühne, ist tot.

Der Großunternehmer des Logistikkonzerns KühneNagel, Klaus-Michael Kühne, ist tot.

© Axel Heimken

Der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne ist tot. Er starb im Alter von 89 Jahren gestorben. Das bestätigte der Konzern Kühne + Nagel am Montag.

Kühne war einer der bekanntesten deutschen Unternehmer und galt laut der jährlichen Auswertung des manager magazins zuletzt als sechstreichster Deutscher. Sein Vermögen wird auf auf rund 23,5 Milliarden Euro geschätzt.

Vom Hamburger Kaufmannssohn zum Firmenchef mit 29

Geboren wurde Klaus-Michael Kühne 1937 in Hamburg. Ende der 1960er-Jahre wanderte er gemeinsam mit seinem Vater in die Schweiz aus.

Das Familienunternehmen Kühne + Nagel wurde 1890 mitgegründet – von seinem Großvater August Kühne. Klaus-Michael Kühne übernahm den Chefposten früh: Bereits mit 29 Jahren wurde er Vorstandsvorsitzender.

Unter seiner Führung stieg das Unternehmen zu einem der größten Logistikkonzerne der Welt auf. Kühne + Nagel gilt heute als einer der weltweit führenden Dienstleister im Luft- und Seefrachtverkehr. Die Kühne Holding hält mit 55,4 Prozent weiterhin die Mehrheit an der Spedition.

Hapag-Lloyd, Lufthansa, Brenntag: Kühnes Beteiligungen

Kühne investierte über seine Holding in zahlreiche weitere Unternehmen. 2009 stieg er bei der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd ein, um sie nach Darstellung des manager magazins vor einem Verkauf an asiatische Investoren zu bewahren. Dort ist die Holding mit 30 Prozent beteiligt.

Die Kühne Holding übernahm Anteile am Chemielogistiker Brenntag (rund 20 Prozent), am Bus- und Bahnanbieter Flix (rund 20 Prozent) sowie an der Lufthansa. Bei der Fluggesellschaft stockte er dem Bericht zufolge erst im Mai auf – von 15 auf rund 20 Prozent.

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Klaus-Michael Kühne und seine Ehefrau Christine haben keine Kinder. Sein Vermögen, das das manager magazin in seiner Liste der reichsten Deutschen auf rund 23,5 Milliarden Euro schätzte, soll nach seinem Tod an die Kühne-Stiftung übergehen. Diese Stiftung ist Inhaberin der Holding – und damit künftig zentrale Eigentümerin des Beteiligungsgeflechts.

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