Dass Zahlen nicht nur trocken sind, sondern auch einen gewissen Unterhaltungswert besitzen können, zeigt ein Blick in die "Kleine Berlin-Statistik 2006" des Statistischen Landesamtes. Der 60 Seiten umfassenden Broschüre kann man zum Beispiel entnehmen, dass sich in Kreuzberg, in der Oranienstraße 46, das kleinste bebaute Grundstück der Stadt befindet. Nur 48 Quadratmeter misst die Fläche, auf der ein winziges Häuschen mit einer Galerie und Büros errichtet wurde. "Kunsthaus", heißt es.Zum Allgemeinwissen eines Berliners gehört sicher, dass der Fernsehturm das höchste Gebäude (368 Meter) ist. Aber wer hat gewusst, dass als zweithöchstes Bauwerk mit 344 Metern der Fernmeldemast in Frohnau ermittelt wurde? Die längste U-Bahnlinie ist die U 7 mit 31,8 Kilometern und einer Fahrzeit von 59 Minuten. Wer hingegen in der U 4 von Endstation zu Endstation fährt, braucht in der kürzesten U-Bahnlinie von Innsbrucker Platz bis Nollendorfplatz nur sechs Minuten für die 2,9 Kilometer kurze Strecke.Die Statistiker haben auch in die Vergangenheit geschaut: So lebten im Jahr 1871 rund 878 000 Menschen in Berlin, Ende 2005 waren es knapp 3,4 Millionen Einwohner, darunter 467 000 Ausländer. Sie wohnen in knapp 1,9 Millionen Wohnungen, 3 300 mehr als 2004. Die meisten Neubauten entstanden in Marzahn-Hellersdorf (554) und Treptow-Köpenick (512).Berlin hat 98 öffentliche Bibliotheken sowie 23 Hochschulen. Es gibt 1 260 Richter und mehr als 10 000 Rechtsanwälte. Und ein männlicher Arbeiter im produzierenden Gewerbe verdiente auch im Jahr 2005 mit einem Bruttogehalt von 2 600 Euro noch 500 Euro mehr als seine weibliche Kollegin. (tt.)------------------------------Die Broschüre im Internet: www.statistik-berlin.de------------------------------Foto: Das Haus in der Oranienstraße steht auf dem mit 48 Quadratmetern kleinsten bebauten Grundstück.
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