Es sind die kleinen,die ganz kleinen Dinge, die Umwelt- und und Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linkspartei) dieser Tage große Sorgen machen. Nicht nur die winzigen H1N1-Viren quälen sie. Auch die winzigen Feinstaubartikel in der Luft verhalten sich nicht so, wie es Lompschers Umweltzonenplan vorgesehen hat. Statt wie befohlen zurückzugehen, nimmt die Verschmutzung trotz Fahrverboten wieder zu, des widerspenstigen Windes wegen. Tag um Tag fragt die Opposition genüsslich, was Lompscher eigentlich kann? Sie kann Fremdsprachen. Als der russische Präsident Medwedew am 9. November am Brandenburger Tor redete, verstanden viele Anwesende nur Bahnhof. Lompscher hingegen nickte immer wieder mal zustimmend und applaudierte an den richtigen Stellen, weil sie Russisch kann.----Der Umtrunk war vorbereitet: Mit sechs Flaschen Wein, einem Kasten Bier, zwölf Flaschen Sekt, Selters und Saft wollte Links-Politiker Rainer-Maria Fritsch am Donnerstagabend seine Ernennung zum Staatssekretär der neuen Sozialsenatorin Carola Bluhm feiern. Und zwar mit den 55 Bezirksverordneten aller Parteien und den Bezirksamts-Mitgliedern von Mitte. "Ich wollte alle zu einem kleinen Ausstand einladen", sagt der Noch-Jugendstadtrat von Mitte. Aber dann wurde seine Ernennung durch den Regierenden Bürgermeister zum Staatssekretär verschoben, wohl auch, weil Wowereit genug mit der Causa Dunger-Löper zu tun hatte. Jetzt soll es am kommenden Dienstag so weit sein. Die Getränkekisten stehen solange herum. Aber Alkohol wird ja nicht schlecht.----Glücklich trotz des Knirschens in der rot-roten Koalition ist die Linken-Abgeordnete Evrim Baba, die in der Linken als besonders Links gilt, aber offenbar einen bürgerlichen Kern hat. Die Politikerin aus Lichtenberg ist schwanger und bevor ihr Baby (voraussichtlich Anfang Februar) auf die Welt kommt, hat Baba den Historiker Robert Sommer geehelicht. Sie heißt jetzt Baba-Sommer und will nach der Geburt möglichst schnell wieder Politik machen. Ums Kind will sich erstmal der Ehemann kümmern.----Özcan Mutlu ist nicht nur grüner Bildungspolitiker, sondern auch Vater. Bildung ist auch privat Pflicht. Mutlus Vorhaben, seine Tochter, die sich in der 4. Klasse mit Ägypten beschäftigt, bei der Recherche zu unterstützen, scheiterte aber. Am Pergamonmuseum gab man nach einer Stunde Schlangestehen auf, ebenso am Neuen Museum. Dort erfuhr der staunende Mutlu dann nach einer halben Stunde Warten, dass auch ein Museum "ausverkauft" sein kann. (sd., tr.)
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