Eine denkmalgeschützte Villa aus dem Jahre 1900, 500 Quadratmeter Nutzfläche in bester Dresdner City-Lage, günstig zu vermieten? Das klingt wie Bauernfängerei. Ist es aber nicht!
Für die Villa an der Bautzner Straße 173 sucht die Landeshauptstadt langfristige Mieter. Dafür gibt es jedoch keine klassische Ausschreibung. Stattdessen setzt die Stadt auf ein sogenanntes Interessensbekundungsverfahren. Ziel sei es, gemeinsam mit Interessierten ein passendes Nutzungskonzept sowie faire Mietkonditionen zu entwickeln, schreibt das Rathaus in einer Pressemitteilung.
Im Gegenzug müssen die Bewerberinnen und Bewerber allerdings bereit sein, das Gebäude selbst herzurichten. Das Prinzip ist klar geregelt: Die künftigen Mieter übernehmen die Instandsetzung und den Ausbau des Gebäudes für ihre Zwecke. Dafür bietet die Landeshauptstadt günstige Mietkonditionen.
Eine Nutzung zu reinen Wohnzwecken ist ausdrücklich nicht vorgesehen. Andere Nutzungen der Villa lässt die Stadt offen – hier zählen die eingereichten Ideen. Für wen sich das lohnen kann und wie das Verfahren abläuft.
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Bewerbungsphase hat gerade begonnen
Ab heute können sich Interessierte beim Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung unverbindlich melden. Der erste Besichtigungstermin wird am 11. August von 15 bis 18 Uhr angeboten.
Bis Ende Oktober haben Interessierte Zeit, ihre Nutzungsideen einzureichen. Anschließend tritt die Stadt mit geeigneten Bewerbern in einen Dialog.
In der ersten Stufe (bis 30. Oktober) werden das grundsätzliche Interesse sowie die fachliche, wirtschaftliche und konzeptionelle Eignung der Interessenten abgefragt. Danach geht es mit ausgewählten Interessenten in die Vertiefung ihres Nutzungskonzepts und zur Abgabe ihres wirtschaftlichen Angebots, so die Stadt. Hier werden dann Mietzins und Mietdauer festgeschrieben.
Blick von der Terrasse
© Landeshauptstadt Dresden
Das bietet die Villa
Das denkmalgeschützte Gebäude steht auf einem 1.133 Quadratmeter großen, begrünten Grundstück direkt an der Bautzner Straße. Es liegt auf Höhe der Straßenbahn- und Bushaltestelle Angelikastraße. Also in einer Top-Lage.
Die zweigeschossige, voll unterkellerte Villa verfügt über ein ausgebautes Dachgeschoss und bietet eine Nutzfläche von 482 Quadratmetern. Das Gebäude ist 126 Jahre alt und wurde Anfang der Neunzigerjahre bereits teilsaniert. „Das Objekt wurde zuletzt von der Lebenshilfe e. V. als Wohnheim genutzt, jedoch entspricht das Gebäude nicht mehr den Anforderungen zur Unterbringung von Menschen. Das Erbbaurecht wurde an die Landeshauptstadt Dresden im November 2023 rückübertragen“, so ein Rathaus-Sprecher gegenüber der OAZ.
An die Villa schließt sich ein geräumiger Garten an.
© Landeshauptstadt Dresden
Von hier aus sind sowohl Stadtzentrum, Dresdner Heide als auch die Elbwiesen schnell erreichbar. Über die Waldschlösschenbrücke gelangt man zudem schnell zum anderen Elbufer. In der Umgebung dominieren überwiegend mehrgeschossige Büro- und Geschäftshäuser.
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