Juden geht es nicht gut im derzeitigen Deutschland, im derzeitigen Berlin. Und schlimm genug, dass sich dieser Satz 81 Jahre nach Holocaust und Kriegsende wieder mit Beweisen füllt: Wo eigentlich bleibt die kollektive Scham darüber? Eine, die nicht nur theoretisch da steht und in wohlfeilen Politikerstatements zu bleierner Substanz gerinnt, sondern eine, die sich öffentlich entlädt? In Demos, Protestaktionen, Offenen Briefen der Zivilgesellschaft?
Es ist beschämend, dass sich die Betroffenen selbst herauswagen müssen in die Öffentlichkeit, um darauf hinzuweisen. Gesicht zu zeigen – das steigert die Gefahr, die ohnehin inzwischen für sie existiert, noch einmal mehr.
Podcast
Wenn einem der Staat zum Wegziehen rät: Der Jude Sascha Chaimowicz über sein Leben in Kreuzberg
Dem Chefredakteur des Zeit-Magazins riet die Familienberatungsstelle, er solle seinen Sohn besser nicht im Bezirk einschulen. Davon erzählt er im Podcast „based“.
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Eine andere Schule? So wird ein Antisemitismusproblem nicht gelöst.
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