Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs können in Dessau-Roßlau an einer internationalen Medikamentenstudie teilnehmen. Das Städtische Klinikum Dessau teilte am Dienstag mit, dass es nach aktuellem Stand das einzige Studienzentrum in Sachsen-Anhalt für die Studie mit dem Namen Brenna ist.
Die Studie richtet sich an Frauen und Männer mit HER2-positivem Brustkrebs in fortgeschrittenem Stadium. HER2 ist ein Eiweiß auf der Zelloberfläche, das bei dieser Krebsform in großer Menge vorkommt und das Tumorwachstum antreiben kann. Geprüft wird der noch nicht zugelassene Wirkstoff RO7771950 im Vergleich zum zugelassenen Mittel Tucatinib, jeweils kombiniert mit Trastuzumab und Capecitabin. Die Forscher wollen wissen, ob die neue Kombination das Fortschreiten der Krankheit besser bremst und wie verträglich sie ist.
Ein Schwerpunkt liegt auf Hirnmetastasen. Viele Medikamente gelangen nur eingeschränkt über die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn; der neue Wirkstoff soll das besser können. Ob das zutrifft, ist Gegenstand der Studie. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Patienten ohne Hirnmetastasen mitmachen.
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Die Teilnahme steht auch Betroffenen aus anderen Bundesländern offen. Ob jemand infrage kommt, klärt das ärztliche Team des Brustkrebszentrums im Einzelfall. Ansprechpartnerinnen sind die Studienkoordinatorinnen Annett Schneider, Telefon 0340 501 3873, E-Mail [email protected], und Jaqueline Werner, Telefon 0340 501 3871, E-Mail [email protected]. Chefarzt Hermann Voß, Leiter des Brustkrebszentrums, nannte die Studie eine Behandlungsoption, „die es sonst in unserer Region nicht gibt“.
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