Erst waren neun Millionen Euro geplant, inzwischen sind es 13,5 Millionen: Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Köthen wird deutlich teurer als ursprünglich vorgesehen. Am Montag hat die Stadt mit einem Spatenstich am Holländer Weg offiziell den Baustart eingeläutet. Bis Ende 2027 soll dort eine moderne Unterkunft für die Ortsfeuerwehr entstehen. Die Mehrkosten begründet die Stadt mit gestiegenen Baupreisen und konkreter gewordenen Anforderungen an das Gebäude und seine technische Ausstattung.
Mit 13,5 Millionen Euro gehört das Vorhaben zu den größten Investitionen in die Feuerwehrinfrastruktur der Stadt. Das Land Sachsen-Anhalt beteiligt sich mit Fördermitteln von bis zu 1,75 Millionen Euro. Einen entsprechenden Bescheid übergab Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) Ende Dezember 2024. Den übrigen Finanzierungsbedarf muss die Stadt selbst tragen.
Zehn Stellplätze für die Feuerwehr
Der Neubau entsteht auf einer rund 13.000 Quadratmeter großen Fläche. In der Fahrzeughalle sind zehn Stellplätze vorgesehen. Hinzu kommen unter anderem eine Atemschutzwerkstatt, Lagerflächen sowie Umkleiden und Waschräume. Im Obergeschoss sollen weitere Räume für Ausbildung und Aufenthalt untergebracht werden. Auch die Kinder- und Jugendfeuerwehr erhält dort Platz. Für die älteren Mitglieder der Feuerwehr sind barrierefreie Räume geplant.
Das neue Gebäude soll vor allem die Bedingungen für die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr verbessern. Das bisherige Gerätehaus entspricht nach Angaben der Stadt in Größe und Ausstattung längst nicht mehr den Anforderungen einer modernen Feuerwehr. Mit dem Neubau sollen Einsatz, Ausbildung und gemeinschaftliches Feuerwehrleben unter zeitgemäßen Bedingungen möglich werden.
Ein teilbarer Schulungsraum kann zusammen mit dem angrenzenden Funkraum bei größeren Schadenslagen als Lagezentrum dienen. Die Ausstattung soll damit nicht nur den regulären Feuerwehralltag unterstützen, sondern auch die Koordination bei umfangreicheren Einsätzen erleichtern.
Bessere Bedingungen für die Retter
„Im Einsatz zählt jede Minute“, sagte Oberbürgermeisterin Christina Buchheim beim Spatenstich. Die Feuerwehr müsse sich auf ihre Ausstattung und ihre Unterkunft verlassen können. Mit dem Neubau wolle die Stadt deshalb in die Sicherheit der Bevölkerung und in die Zukunft ihrer Freiwilligen Feuerwehr investieren. „Mit diesem Neubau schaffen wir nicht einfach ein neues Gebäude. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass unsere Feuerwehr auch in Zukunft schnell, sicher und professionell helfen kann“, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der Stadt Köthen.
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Bis zur geplanten Fertigstellung Ende 2027 stehen zunächst die Erdarbeiten an. Nach Abschluss der Baufeldfreimachung beginnen die Arbeiten auf dem Gelände. Mit dem neuen Gerätehaus will Köthen eine Infrastruktur schaffen, die den Anforderungen der Feuerwehr auch langfristig gerecht wird.
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