Es gab seit letztem Sommer eine Menge Aufregung und Medienhype um den „Tänzerinnen-Brunnen“ des Berliner Bildhauers Georg Kolbe (1877–1947), einst Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, aktiv im revolutionären Arbeitsrat für Kunst und Präsident der Freien Secession Berlin. Seit bald 50 Jahren stand das Bildwerk im idyllischen Garten des Georg-Kolbe-Museums in der Sensburger Allee und bemüßigte bis dahin auch niemanden zu einem Verdacht der Unrechtmäßigkeit an dieser Stelle. Der anmutige Brunnen aus Bronze und Travertin war ja einst vom Meister Kolbe in dessen Atelier am selbigen Ort geschaffen worden, wie so viele seiner schönen, idealfigurigen Bronzen ringsum.
Auktion
Kolbes „Tänzerinnen-Brunnen“ kam für vier Millionen unter den Hammer
Jüngst erst wurde das Kunstwerk als NS-Raubgut an die jüdischen Erben restituiert. Nun wurde es zur Auktionssensation der Villa Grisebach.
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Georg Kolbe: „Tänzerinnen-Brunnen“, 1922, Bronze/Travertin (Ausschnitt)
© dpa
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