Terroralarm

Köln: Antrag auf Auslieferungshaft für Verdächtigen geplant

Seit Weihnachten gilt für den Kölner Dom eine Terrorwarnung, für Touristen ist die Kathedrale nicht mehr zugänglich. Ein an Heiligabend aufgegriffener Verdäc...

dpa
2 Min
ARCHIV - Die Polizei war wegen der Terrorwarnung am Kölner Dom mit einem Großaufgebot im Einsatz (Archivbild).

ARCHIV - Die Polizei war wegen der Terrorwarnung am Kölner Dom mit einem Großaufgebot im Einsatz (Archivbild).

© Sascha Thelen/dpa

Geprüft werde etwa die Zulässigkeit einer Auslieferungshaft, sagte der Sprecher. Wenn das OLG im Verlauf des Verfahrens diese beispielsweise verneine, dann müsse der Mann theoretisch sofort wieder entlassen werden. Der ganze Prozess könne insgesamt „einige Wochen“ in Anspruch nehmen.

„Zur Gefahrenabwehr“ in Gewahrsam genommen

Der 30 Jahre alte Tadschike war an Heiligabend 2023 in Wesel am Niederrhein „zur Gefahrenabwehr“ in Gewahrsam genommen worden. Kurz zuvor hatte die Polizei Hinweise auf ein mögliches Anschlagsszenario am Kölner Dom erhalten. Nach Angaben der Kölner Polizei hatten sie sich auf Silvester und den Jahreswechsel bezogen. Neben dem Hinweis auf den möglichen Anschlagsplan in Köln hatten Sicherheitsbehörden vor Weihnachten außerdem einen Hinweis auf einen möglichen geplanten Anschlag auf eine Kirche in Wien erhalten.

Am Sonntag hatte die Kölner Polizei mitgeteilt, dass mittlerweile ein europäischer Haftbefehl aus Österreich gegen den Mann vorliege, der sich in der Justizvollzugsanstalt Köln befindet. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Wien wurde der Haftbefehl wegen mutmaßlichen Terrorismus erlassen. Die Maßnahme stehe im Zusammenhang mit in Wien festgenommenen Verdächtigen. Wie die dpa erfuhr, soll sich der 30-Jährige in der österreichischen Hauptstadt aufgehalten haben und dort Fotos vom möglichen Anschlagsziel gemacht haben.

In Wien wurde am Montag die Untersuchungshaft für zwei Verdächtige wegen „Flucht-, Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr“ um vier Wochen verlängert, wie eine Sprecherin des Landgerichts mitteilte. Gegen den 29-jährigen Tadschiken und seine 27-jährige türkische Ehefrau wird wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung im Zusammenhang mit einer terroristischen Straftat ermittelt. Ein weiterer Mann, der ebenfalls in Wien festgenommen worden war, wurde am Freitag entlassen, nachdem sich der dringende Verdacht gegen ihn nicht erhärtet hatte.

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