Das System der gesetzlichen Krankenkassen steht vor dem Kollaps. Um ihn hinauszuzögern, werden den Versicherten immer neue Härten zugemutet. Der gesetzlich festgelegte Beitrag ist bei 14,6 Prozent eingefroren, doch die Zusatzbeiträge brechen regelmäßig Rekorde. Inzwischen langen alle Kassen kräftig zu, auch die vormals günstigsten. Experten halten es nicht für ausgeschlossen, dass in absehbarer Zeit die Marke von 20 Prozent erreicht wird.
Auf der Seite der Einnahmen besteht kaum Luft nach oben, doch die Seite der Ausgaben rühren die politisch Verantwortlichen nicht an. Zumindest nicht so, dass sich die Situation spürbar entspannen würde. Und so, dass es sozial ausgewogen zuginge. Die Idee einer Bürgerversicherung als schlankem Basistarif dürfte einem solchen Anspruch nicht gerecht werden: Wenn nur das Nötigste abgesichert ist und alle weitergehenden Leistungen extra bezahlt werden müssen.
Gesundheit und Ökonomie
Krankenkasse wird immer teurer, doch Milliarden Euro landen in falschen Taschen – Kommentar
Die gesetzlich Krankenversicherten müssen mit ihren Beiträgen für Fehler im System geradestehen. Die ließen sich beheben, aber dazu fehlt der politische Wille.
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Eine Pflegekraft geht auf einer Intensivstation über den Flur.
© Fabian Strauch/dpa
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