Kommentar

Lauterbach fordert Therapie für Geflüchtete und rückt so sein eigenes Versagen in den Fokus

Der Bundesgesundheitsminister rechnet vor, dass bis zu 30 Prozent der Geflüchteten psychisch krank sind. Therapieplätze aber sind rar, weil die Bedarfsplanung überholt ist. Ein Kommentar.

3 Min
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)

© Amrei Schulz/imago

Die Idee klingt vernünftig. Sie stammt von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Der SPD-Politiker hat in einem Interview bei Stern-TV gesagt, dass bis zu 30 Prozent der Geflüchteten psychisch krank und darunter etliche Personen gewaltbereit seien. Er sprach von einem großen Gefährderpotenzial. Dies dürfe kein Tabuthema mehr sein. Psychische Erkrankungen bei Geflüchteten müssten diagnostiziert und die Betroffenen psychotherapeutisch behandelt werden. Ein guter Plan, in der Theorie jedenfalls.

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