Als der Film „Kommunist“ am 8. Mai seine Uraufführung in Schwerin erlebte und danach der Moderator das Mikrofon für Fragen öffnete, meldete sich sofort Burkhard Bley, Landesvorsitzender Mecklenburg-Vorpommern für die Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur. Seine Meinung zum Film erweiterte er zwei Tage später in einer Presseerklärung: „Der Film ist misslungen. Er ist kein differenzierter Beitrag zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, sondern er vermittelt bewusst ein geschöntes Bild von der DDR, unterschlägt historische Fakten und bedient sich manipulativ der Bildsprache der DDR-Propaganda.“
DDR-Geschichte
Lutz Pehnert zu seinem Krenz-Film: „Wer hat die Deutungshoheit über DDR-Leben?“
Regisseur von „Kommunist“ wehrt sich gegen Diskreditierung seines Blicks auf die Vergangenheit: „Wer entscheidet, was ein Film ‚über uns‘ damals ist, oder nicht?“
11 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Filmpremiere mit Podiumsdiskussion am Mittwochabend: „Kommunist“ gibt einen Blick in die Vergangenheit.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*