Musikfest

Konzert im Kloster Chorin: Polnisches Orchester spielt Sibelius

Beim 2. Choriner EuropaKonzert spielt das Orchester der Stettiner Philharmonie am Samstag Werke von Karłowicz und Sibelius. Es gibt noch Karten.

3 Min
Festivalstimmung: Auch der 63. Choriner Musiksommer wird wieder ein Vergnügen.

Festivalstimmung: Auch der 63. Choriner Musiksommer wird wieder ein Vergnügen.

© IMAGO/Peter Meißner

Wenn am Samstagnachmittag die ersten Takte in der Klosterruine Chorin erklingen, geht es geografisch weit nach Nordosten: nach Polen und nach Finnland. Das zweite EuropaKonzert dieses Sommers bestreitet das Sinfonieorchester der Stettiner Philharmonie unter seinem Generaldirektor und künstlerischen Leiter Przemysław Neumann – für die Stettiner bereits das neunte Gastspiel in Chorin.

Im Mittelpunkt steht ein Komponist, den hierzulande kaum jemand kennt und der in Polen zum Kanon gehört: Mieczysław Karłowicz, einer der wichtigsten Vertreter der frühen polnischen Moderne, Namenspatron der Stettiner Philharmonie und mit 32 Jahren bei einem Lawinenabgang in der Hohen Tatra ums Leben gekommen. Seine Musik trägt spätromantische Züge, hörbar geprägt von Wagner, Richard Strauss und Tschaikowsky.

Den Auftakt macht die Serenade C-Dur op. 2 für Streichorchester, ein Frühwerk in vier Sätzen – Marsch, Romanze, Walzer, Finale. Die Anlage erinnert an die damals beliebten Serenaden von Mozart, Volkmann, Tschaikowsky oder Dvořák, doch schon hier ist jene weiträumige Lyrik zu hören, die Karłowicz' Handschrift ausmacht.

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