Deutsches Theater

Kosmologien im Kopf: „14 Tage Schleudergang neue Dramatik“

Im DT, das mit Jan-Christoph Gockels Antarktis-Projekt „Polaris“ seine letzte Saison-Premiere feierte, beginnen die 14-tägigen Autor:innentheatertage.

Doris Meierhenrich
Doris Meierhenrich
5 Min
Nacht- und Bühnengespräch zu „3 Schwestern“ mit der serbisch-österreichischen Autorin Markovic (Mitte) und der Regisseurin Christina Tscharyiski. Moderation: Lilly Busch

Nacht- und Bühnengespräch zu „3 Schwestern“ mit der serbisch-österreichischen Autorin Markovic (Mitte) und der Regisseurin Christina Tscharyiski. Moderation: Lilly Busch

© Jasmin Schuller

Juni in Berlin – das ist Saisonhöhepunkt im Deutschen Theater. Seit 16 Jahren ist das so, seit der damals neue Intendant Ulrich Khuon die von ihm 1995 in Hannover gegründeten Autorentheatertage (kurz ATT) von Hamburg mit an die Spree brachte. Ein zweiwöchiges Festival für neue Dramatik, das vor 30 Jahren noch als Nischenveranstaltung und Zukunftsversprechen galt und seinen Betreibern Mut abverlangte. Mittlerweile ist kein Theater mehr ohne einen gewichtigen Teil Gegenwartsdramatik denkbar, besonders in Berlin nicht, wo die nunmehr gegenderten Autor:innentheatertage einerseits zwar immer ein bisschen im Schatten des großen Theatertreffens im Mai stehen, andererseits aber auch gerade daraus oft ihre Chuzpe schlugen. Denn nicht selten konnte man so im Juni im DT jene „bemerkenswerten“ Produktionen sehen, die für das Festspielhaus zuvor zu umstritten, vielleicht auch zu klein oder zu frisch waren. Denn bei den ATT geht es nur um Uraufführungen.

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