Nahverkehr

Über 100 Millionen Euro mehr pro Jahr: Jetzt droht der Streit um die Regionalzüge zu eskalieren

Die Trassenpreise im Regionalverkehr steigen. Berlin und Brandenburg drohen enorme Mehrkosten. Jetzt prüft Infrastrukturminister Crumbach eine Klage.

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Großer Andrang im Bahnhof Lichtenberg: Der Regionalverkehr (hier ein Zug der Linie RB26 nach Kostrzyn) wird gut genutzt.

Großer Andrang im Bahnhof Lichtenberg: Der Regionalverkehr (hier ein Zug der Linie RB26 nach Kostrzyn) wird gut genutzt.

© Peter Neumann/Berliner Zeitung

Bald kommen die Rechnungen, die manch einen umhauen werden. Für jeden Kilometer Schienennutzung wird ein Preis fällig. Beschlossen ist, dass die Trassenpreise im Regionalverkehr stark steigen werden. Berlin und Brandenburg rechnen mit Mehrkosten, die sich jährlich auf einen  dreistelligen Millionenbetrag summieren. Beobachter befürchten massive Zugstreichungen. Jetzt will Robert Crumbach, Brandenburgs Infrastrukturminister, in die Offensive gehen und den Streit eskalieren. 

Der SPD-Politiker möchte den Konflikt um die Finanzierung des S-Bahn- und Regionalverkehrs vor Gericht bringen – so oder so. „Wir prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen“, sagte Crumbach der Berliner Zeitung.

„Dazu könnte es gehören, Eisenbahnunternehmen zu unterstützen, wenn sie gegen Bescheide mit den neuen Trassenpreisen klagen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie die Verteuerung einfach so hinnehmen werden“, erklärte der Minister. „Wir prüfen aber auch, ob wir als Land selbst Rechtsmittel einlegen und vor Gericht ziehen.“

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