Krankenhäuser mauern

BLZ
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Meinung: "Investitionsruine Krankenhaus" von Katja Tichomirowa (26. September):Sicherlich, die Krankenhäuser respektive ihre Beschäftigten haben schon Grund zum Klagen. Doch dass die "Wirtschaftlichkeitsreserven" der Krankenhäuser erschöpft seien, wie Ulla Schmidt behauptet, stimmt so wohl nicht. Zumindest nicht in struktureller Hinsicht. Ein Beispiel ist die Betreuung Frühgeborener. Für deren Versorgung halten immer noch zu viele Kinder- und Frauenkliniken Gerätschaften und Personal vor, ohne die notwendigen Fallzahlen für deren solide Auslastung sowie die notwendige Routine zu erreichen. Es ist ein für die Säuglinge gefährlicher und für die Allgemeinheit teurer Trugschluss, Frühgeborene könnten an jeder Kinderklinik versorgt werden. Deshalb wird schon lange gefordert, dass 1. Schwangere mit bekannten Risiken nur noch in Kliniken versorgt werden sollten, in denen eine Behandlung möglich ist, und 2. Kinder, bei denen eine postnatale Therapie absehbar ist, nur noch in Einrichtungen geboren werden sollten, in denen sich eine Pädiatrie beziehungsweise Neonatologie befindet. Neugeborenentransporte sollten durch rechtzeitige Verlegung von Risiko-Schwangeren vermieden werden.Die Durchsetzung dieser Postulate bedeutete für einige Häuser finanziellen Verzicht - und den ist man dort nicht bereit zu leisten. Eine vertane Chance.Dr. Stephan Wohanka, Berlin

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