Russland

Krasnodar: Drohnenangriff setzt russische Ölraffinerie in Brand – zwei Tote

Nach einem Drohnenangriff brennt eine russische Ölraffinerie im Gebiet Krasnodar. Ein Bahnhof wird nach russischen Angaben von Drohnentrümmern getroffen – es gibt Tote und Verletzte.

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Eine Tankstelle bei der Afipsky-Ölraffinerie im russischen Gebiet Krasnodar

Eine Tankstelle bei der Afipsky-Ölraffinerie im russischen Gebiet Krasnodar

© ITAR-TASS/imago

Nach einem Drohnenangriff in der Nacht zum Dienstag ist in der Ölraffinerie Afipsky in der südrussischen Region Krasnodar ein Feuer ausgebrochen. Das erklärte der Gouverneur der Region, Weniamin Kondratjew, laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass.

Zudem seien Drohnentrümmer auf einen Bahnhof gefallen. Zwei Menschen starben, so der Gouverneur. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Nach Angaben Kondratjews wurden mindestens zehn Häuser beschädigt, eines davon geriet in Brand.

Eigentümer der Anlage ist laut Bloomberg das private Unternehmen ForteInvest. Die Raffinerie hat dem Bericht zufolge eine Verarbeitungskapazität von rund 180.000 Barrel pro Tag.

Reuters berichtet, die Raffinerie habe im Jahr 2024 rund 7,2 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet – umgerechnet etwa 144.000 Barrel pro Tag. Die Anlage sei überwiegend auf den Export ausgerichtet. Nach Reuters-Angaben wurde die Raffinerie in den vergangenen Monaten bereits mehrfach von ukrainischen Drohnen getroffen, zuletzt im Juli.

Bericht: Raffinerie in Perm stellt Betrieb ein

Außerdem habe eine Raffinerie in Perm – nach Verarbeitungsmenge Russlands siebtgrößte Anlage – nach einem ukrainischen Drohnenangriff am 21. August ihren Betrieb eingestellt, berichtete Reuters unter Berufung auf zwei Quellen. Demnach kam es bei dem Angriff zu Feuer und Schäden an technischen Anlagen.

Die ukrainischen Angriffe gegen russische Raffinerien haben die tägliche Verarbeitungsmenge Russlands laut Bloomberg auf den niedrigsten Stand seit Jahren gedrückt. In mehreren Regionen komme es zu Engpässen und Rationierungen.

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Als Reaktion habe Moskau ein befristetes Verbot für den Export der meisten Diesel-, Benzin- und Kerosinmengen eingeführt. Der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak sagte dem Bericht zufolge am vergangenen Wochenende, Russland leide unter einem Benzinengpass, während die Vorräte an Diesel und Kerosin ausreichend seien.

Russland und Ukraine melden gegenseitige Angriffe

Das russische Verteidigungsministerium erklärte unterdessen laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax, die Luftabwehr habe über Nacht 148 Drohnen abgefangen und zerstört – unter anderem über den Regionen Belgorod, Kursk und Krasnodar sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer.

Die Ukraine meldete ebenfalls Angriffe. So sei ein Grenzübergang an der ukrainisch-moldauischen Grenze vorübergehend geschlossen worden, berichtete die Kyiv Post. Ein russischer Drohnenangriff habe die Infrastruktur beschädigt. Der Verkehr sei ausgesetzt worden. Örtliche Behörden meldeten dem Bericht zufolge bei Angriffen auf verschiedene Regionen der Ukraine mindestens drei Tote.

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