Friedensgespräche

Putin-Treffen in Miami „unmöglich“: Kreml weist Selenskyjs Angebot zurück

Wolodymyr Selenskyj hatte direkte Gespräche am Rande des G20-Gipfels angeboten. Moskau schließt den Treffpunkt aus und beharrt auf der russischen Hauptstadt.

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Kremlsprecher Dmitri Peskow

Kremlsprecher Dmitri Peskow

© Artyom Geodakyan/imago

Der Kreml hat ein Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin beim G20-Gipfel in Miami ausgeschlossen. „Das ist unmöglich“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur AFP in Neu-Delhi.

Auf die Frage, ob Moskau einen anderen Treffpunkt außerhalb Russlands erwäge, wiederholte Peskow die bisherige Position des Kremls: „Es besteht Bereitschaft, ihn in Moskau zu treffen.“

Damit weist Moskau das Angebot zurück, das Selenskyj erst am Samstag öffentlich gemacht hatte. Der ukrainische Präsident hatte sich in einem Interview mit der Deutschen Welle bereit erklärt, für direkte Gespräche mit Putin zum G20-Gipfel nach Florida zu reisen.

Selenskyj wollte Putin beim G20-Gipfel treffen

Auf die Frage, ob er nach Miami kommen würde, falls auch Putin an dem Treffen teilnehme, antwortete Selenskyj mit Ja. „Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen“, sagte er. Entscheidend seien nicht die ausgetauschten Worte, sondern konkrete Ergebnisse.

Die Ukraine gehört nicht zur G20 und müsste von Gastgeber Donald Trump zu dem Gipfel eingeladen werden. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs ist für den 14. und 15. Dezember in Miami geplant. Ob Putin überhaupt in die USA reisen wird, ist bislang nicht entschieden.

„Wir wissen noch nicht, ob wir nach Miami fahren werden“, sagte Peskow nach Angaben der russischen Staatsagentur Tass. Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow hatte zuvor erklärt, eine Teilnahme des Präsidenten sei in Moskau noch nicht erörtert worden.

Kreml akzeptiert als Treffpunkt nur Moskau

Russland bietet Selenskyj seit Monaten ausschließlich ein Treffen in der russischen Hauptstadt an. Der ukrainische Präsident lehnt eine Reise nach Moskau ab und verlangt Gespräche an einem neutralen oder international vereinbarten Ort.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete die Einladung nach Moskau am Freitag als „Geste des guten Willens“. Zugleich stellte er klar, dass Russland seine Angriffe während möglicher Verhandlungen nicht einstellen werde.

Auch Anfang September hatte der Kreml erklärt, es sei noch „zu früh“, um über Ort und Zeitpunkt eines Treffens zu sprechen. Peskows kategorische Absage an Miami zeigt nun, dass Moskau seine Haltung trotz Selenskyjs neuem Angebot nicht geändert hat.

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Erstes persönliches Gespräch seit 2019

Selenskyj und Putin trafen sich zuletzt im Dezember 2019 beim sogenannten Normandie-Gipfel in Paris. An den Gesprächen nahmen auch der damalige französische Präsident Emmanuel Macron und die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel teil.

Seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 gab es keine persönliche Begegnung mehr zwischen den beiden Präsidenten. Mehrere Verhandlungsrunden zwischen russischen und ukrainischen Delegationen brachten keinen Durchbruch.

Die US-Regierung versucht derzeit, direkte Gespräche wieder in Gang zu bringen. Trumps Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner besuchten zuletzt sowohl Moskau als auch Kiew. Ein Termin für neue Verhandlungen steht jedoch noch nicht fest.


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