Berlin-Wahl

Kreuz setzen – und dann? So läuft die Wahl hinter den Kulissen

Millionen Kreuze, Tausende Wahlhelfer, unzählige Stimmzettel: Am Wahlsonntag passiert einiges, von dem die meisten Wähler gar nichts mitbekommen. Ein Blick hinter die Kulissen der Berlin-Wahl.

Jacqueline Albrecht
5 Min
Wahlhelfer entleeren in einem Wahllokal eine Wahlurne mit den Stimmzetteln.

Wahlhelfer entleeren in einem Wahllokal eine Wahlurne mit den Stimmzetteln.

© Hauke-Christian Dittrich/dpa

Um 18 Uhr schließen am Sonntag die Wahllokale in Berlin. Für die meisten Wähler ist die Wahl damit erledigt. Für die Menschen, die sie organisieren, beginnt dann erst die entscheidende Phase: Stimmzettel werden sortiert, Stimmen gezählt, Ergebnisse geprüft und weitergemeldet. Rund 40.000 Wahlhelfer sind bei der Berlin-Wahl im Einsatz. In der Stadt gibt es 2542 Urnenwahllokale, die von 8 bis 18 Uhr geöffnet haben, und 1572 Briefwahllokale. Die Zahlen sind höher als zuletzt, um Fehler wie bei der Wahl 2021, die unter anderem aufgrund von langen Warteschlangen 2023 wiederholt werden musste, zu verhindern.

Gewählt werden am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus sowie die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen, kurz BVV. Für die Abgeordnetenhauswahl sind etwa 2,5 Millionen Menschen wahlberechtigt, für die BVV-Wahl rund 2,75 Millionen. Der Unterschied liegt vor allem daran, dass bei den BVV-Wahlen auch Bürger anderer EU-Staaten wählen dürfen. Eine weitere Neuerung gibt es bei der Abgeordnetenhauswahl: Erstmals dürfen auch 16- und 17-Jährige für das Berliner Landesparlament abstimmen.

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