Freiheit & Sicherheit

Eher eingehegt als eingeengt: Die Mauer aus West-Berliner Sicht

West-Berlin war eingemauert. Und trotzdem fühlte man sich sicher und frei. Besonders Kreuzberg war zu Mauerzeiten ein Paradies für Hippies und Lebensabschnittspunks.

Harald Jähner
5 Min
Krise? Welche Krise?  Verkehrsberuhigt durch brutale Weltpolitik gedieh in den  Großstadtstraßen eine eigenartig hochmütige Provinzialität.

Krise? Welche Krise? Verkehrsberuhigt durch brutale Weltpolitik gedieh in den Großstadtstraßen eine eigenartig hochmütige Provinzialität.

© imago images/Detlev Konnerth

Zu den bedenklichsten Erinnerungen an den westlichen Teil der geteilten Stadt Berlin gehört das soziale Idyll, das sich im Schatten der Mauer gebildet hatte, vor allem in Kreuzberg am Spreeufer und in den längsseits halbierten Grenzstraßen. Ein sorgloses Soziotop alternativer Lebensweise war gleich neben dem Todesstreifen heimisch geworden: ewige Hippies und Lebensabschnittspunks, Zivilisationsskeptiker aller Couleur, Freunde wilder Philosophien und freilaufender Hunderudel.

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