Neue Daten

Kriminalität im Kontext von Zuwanderung: BKA veröffentlicht Zahlen

Das Bundeskriminalamt legt aktuelle Zahlen zur Kriminalität im Zusammenhang mit Zuwanderung vor. Die Daten zeigen große Unterschiede zwischen einzelnen Herkunftsgruppen.

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Bei den neuesten Zahlen des BKA zur Kriminalität im Zusammenhang mit Zuwanderung zeigen sich große Unterschiede zwischen den einzelnen Herkunftsgruppen.

Bei den neuesten Zahlen des BKA zur Kriminalität im Zusammenhang mit Zuwanderung zeigen sich große Unterschiede zwischen den einzelnen Herkunftsgruppen.

© Boris Roessler/dpa

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat das neue Bundeslagebild „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“ für das Jahr 2024 veröffentlicht. Dem Bericht zufolge wurden insgesamt 331.308 Straftaten – rund elf Prozent aller registrierten Delikte ohne ausländerrechtliche Verstöße – von mindestens einem tatverdächtigen Zuwanderer begangen. Erfasst wurden unter anderem Straftaten gegen das Leben, Diebstahl, Fälschungen, Sexualdelikte, Rauschgiftdelikte und Taten der organisierten Kriminalität.

Die Gesamtzahl der tatverdächtigen Zuwanderer sowie deren begangene Straftaten sank im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent. Der Rückgang betrifft jedoch vor allem Rauschgift-, Diebstahls- und Betrugsdelikte und steht maßgeblich im Zusammenhang mit der Teillegalisierung von Cannabis. Dagegen ist die Zahl der Gewalt- und Tötungsdelikte unter tatverdächtigen Zuwanderern gestiegen.

Besonders auffällig ist nach dem BKA-Bericht die Überrepräsentation syrischer und afghanischer Staatsangehöriger bei Gewaltdelikten. Nach Berechnungen der Bild gibt es unter deutschen Staatsangehörigen „163 Tatverdächtige pro 100.000 Einwohner“, für Syrer hingegen „1740 pro 100.000“ und für Afghanen „1722 pro 100.000“. Auch bei Sexual- und Drogendelikten sind diese Gruppen deutlich häufiger vertreten als es ihrem Anteil an der Gesamtzahl der Geflüchteten entspricht.

Zuwanderer selbst häufig Opfer von Straftaten

Dem Bericht zufolge sind unter den tatverdächtigen Zuwanderern mehrheitlich junge Männer. „Über die Hälfte ist unter 30 Jahre alt, mehr als drei Viertel sind männlich.“ Zudem bleibt es häufig nicht bei einer einzelnen Straftat: „Ein Drittel der tatverdächtigen Zuwanderer gilt als mehrfachverdächtig.“ Dabei handelt es sich vor allem um Menschen aus den Maghreb-Staaten und Libyen sowie Georgien.

Im Jahr 2024 wurden erstmals mehr als drei Millionen Geflüchtete in Deutschland registriert. Den größten Zuwachs gab es bei ukrainischen Geflüchteten, die nun etwa ein Drittel dieser Personengruppe ausmachen. Dennoch ist laut BKA „der Anteil ukrainischer Staatsangehöriger an den tatverdächtigen Zuwanderern deutlich geringer als ihr Anteil an den Geflüchteten insgesamt.“

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Fast jede zweite Straftat mit tatverdächtigen Zuwanderern richtet sich gegen Deutsche (45,9 Prozent). Zugleich sind Zuwanderer selbst häufig Opfer von Straftaten, meist durch andere Zuwanderer (34,5 Prozent) und seltener durch Deutsche (19,2 Prozent). Insgesamt wurden 70.051 Zuwanderer als Opfer von Straftaten registriert, davon 73 Prozent im Bereich Körperverletzung. Besonders häufig betroffen sind Syrer, Ukrainer und Afghanen.

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