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Der kriminelle Wochenrückblick

Sexuelle Belästigung im Berliner Hauptbahnhof, Prügel in der S-Bahn

In der zurückliegenden Woche ging es auf den Berliner Straßen wieder brutal zu. Unser Crime-Reporter zieht wie immer seine eigene Bilanz. Der kriminelle Wochenrückblick.

3 Min
Auch das gab es: In Gesundbrunnen beschlagnahmten Polizei und Zoll am Donnerstagabend in mehreren Lokalen illegale Spielautomaten und unverzollten Wasserpfeifentabak.

Auch das gab es: In Gesundbrunnen beschlagnahmten Polizei und Zoll am Donnerstagabend in mehreren Lokalen illegale Spielautomaten und unverzollten Wasserpfeifentabak.

© Morris Pudwell

Im Hauptbahnhof belästigte ein Mann letzten Samstagabend mehrere Frauen sexuell und attackierte sie. So sprach er eine 19-Jährige an, würgte sie am Hals und versuchte sie zu küssen. Dann flüchtete er und wurde kurz darauf im Bahnhof festgenommen. Bei der Auswertung von Videoaufzeichnungen erkannten die Bundespolizisten, dass der 28-Jährige vorher bereits weitere Reisende belästigt und geschlagen hatte.

Am Dienstag klingelte bei einer 96-Jährigen in Schmargendorf das Telefon. Eine angebliche Mitarbeiterin der Hausverwaltung kündigte Handwerker an, weil es in dem Haus einen Wasserschaden gegeben habe. Kurz danach ließ die alte Dame einen Mann und eine Frau in die Wohnung. Diese baten sie um Mithilfe, indem sie den Wasserhahn auf- und zudrehen sollte. Dabei durchwühlten die Täter die Schränke. Dass sie soeben von Trickdieben getäuscht wurde, wurde der Frau erst durch den Besuch von Polizisten vermittelt. Glück im Unglück: Die Täter fanden nichts zu stehlen. Das verdächtige Paar und dessen Fahrerin konnten festgenommen werden und sitzen nun in Untersuchungshaft. Möglicherweise haben sie weitere Trickdiebstähle verübt.

Am Donnerstagmorgen drangen SEK-Beamte, die einen Haftbefehl dabeihatten, in Neu-Hohenschönhausen in die Wohnung eines 19-Jährigen ein. Er soll sich am 18. März in Lichtenberg an einer Schlägerei beteiligt haben, bei der ein 21-Jähriger getötet wurde. Vor einem Einkaufszentrum in der Hauptstraße waren damals zwei Gruppen Heranwachsender aneinandergeraten. Dabei erlitt der 21-Jährige einen tödlichen Messerstich. Der nun Verhaftete soll 2022 auch einen schweren Raub verübt haben.

Wenn abends in der Berliner S-Bahn das Gefühl von Sicherheit weicht, dann gibt es genug Gründe dafür. Am Donnerstagabend gingen zwei Unbekannte in der S26, zwischen Priesterweg und Südkreuz, auf einen 25-Jährigen los. Einer legte seine Füße auf den Rucksack, den der 25-Jährige neben sich auf dem Sitz hatte. Als er sein Gegenüber aufforderte, das zu unterlassen, versetzte ihm der Mann einen Kopfstoß. Schließlich wurde er mit Pfefferspray besprüht. Die beiden flüchteten danach. Die Bundespolizei sucht jetzt Zeugen der Tat.

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