Rund zwei Wochen nach Silvester sind die Meldungen über angegriffene Einsatzkräfte und verbotene Pyrotechnik zwar weniger geworden, ganz verschwunden sind sie jedoch nicht aus dem Lagebild der Polizei.
So sorgte am Dienstag die Durchsuchung zweier Wohnungen in Reinickendorf für Schlagzeilen. Der Grund: An Silvester war illegale Pyrotechnik – wohl eine Kugelbombe – auf dem Emstaler Platz in Tegel explodiert. Durch die heftige Explosion wurde ein Siebenjähriger lebensgefährlich verletzt. Das Kind musste mehrere Not-OPs über sich ergehen lassen. Ein 41 Jahre alter Mann erlitt Bein- und Handverletzungen, die ebenfalls mehrfach operiert werden mussten. In beiden Fällen sind laut Polizei bleibende gesundheitliche Schäden zu erwarten. Nun fanden Razzien in der Wohnung eines 17-jährigen Tatverdächtigen und bei einem Zeugen in Tegel statt. Der Beschuldigte soll die mutmaßliche Kugelbombe in einem Abschussrohr aus Glasfaserkunststoff gezündet haben, das nach der Zündung umfiel. Der illegale Böller schoss so offenbar quer über den Platz und traf mehrere Menschen.
Kriminalität
Krimineller Wochenrückblick: Vermummte attackieren Polizisten, Razzia wegen Kugelbombe
In der zurückliegenden Woche ging es in Berlin wieder brutal zu. Unsere Crime-Reporterin zieht Bilanz. Der kriminelle Wochenrückblick.
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Der „Kugelbomben-Kiez“: In Tegel wurde ein Siebenjähriger durch einen illegalen Böller schwer verletzt. Nun fand – ebenfalls in Tegel – aus diesem Grund eine Razzia statt.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
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