Nach herben Wahlniederlagen und schlechten Umfragewerten stellt sich Bundeskanzler Friedrich Merz an diesem Montag in Berlin der Parteibasis. Bei den rund 330 Kreisvorsitzenden der CDU hat sich in den vergangenen Monaten viel Unmut angestaut.
Die zweitägige Konferenz im Konrad-Adenauer-Haus findet nach Einschätzung der Deutschen Presse-Agentur in einer der schwersten Krisen der 81-jährigen Parteigeschichte statt. Im September war die CDU in Mecklenburg-Vorpommern erstmals aus einem Landtag ausgeschieden. Auf Bundesebene liegt die Partei in Umfragen inzwischen deutlich hinter der AfD, die sich nach der Bundestagswahl 2025 an die Spitze gesetzt hat. Auch Merz selbst erreicht historisch niedrige Beliebtheitswerte.
Viele Kreisvorsitzende machten bereits vor dem Treffen ihrem Ärger über die Bundespolitik und den Dauerstreit in der Koalition Luft. Die Kreisverbände bilden das Bindeglied zwischen den Ortsverbänden und den Bezirks- und Landesverbänden und gelten als Sprachrohre der Parteibasis.
Aussprache mit Generalsekretärin und Kanzler
Zunächst wollen sich die Kreisvorsitzenden am Nachmittag mit Generalsekretärin Franziska Hoppermann austauschen, am frühen Abend ist dann die Aussprache mit Merz geplant. Auf dem Programm steht außerdem eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Wie wir Deutschland reformieren“ mit Kanzleramtschefin Nina Warken, Bildungsministerin Karin Prien und dem Vorsitzenden der Jungen Union, Johannes Winkel. Vorgesehen ist zudem ein Gespräch mit der Struktur- und Satzungskommission.
Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Eine anschließende Pressekonferenz ist nach Angaben der Partei nicht geplant. (mit dpa)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]