Legida, Hausbesetzung und Demos gegen Nazis. Jahrelang bewegte sich Clara-Sophia Müller in der linksradikalen Szene. Heute zählt sie zu ihren schärfsten Kritikerinnen. Die freie Journalistin schreibt für taz und Jungle World. Als studierte Soziologin wirft sie der heutigen Linken vor, ihre eigene Rolle bei gesellschaftlichen Fehlentwicklungen zu verkennen und zunehmend verrohte politische Gewalt zu legitimieren. Beim diesjährigen taz lab – einem Kongress der Tageszeitung taz – lösten ihre Standpunkte auf dem Panel „Antifa unter Druck“ heftige Debatten aus.
Interview
Kritik aus der Szene: „Viele Linke verstehen ihre eigene Rolle nicht mehr“
Jahrelang war Clara-Sophia Müller in autonomen und antifaschistischen Strukturen aktiv. Heute wirft sie der Linken Gewaltverherrlichung vor und spricht von einem „eigenen Rechtsruck“.
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„Früher war ich linksradikal – heute kritisiere ich die Szene“: ein Interview mit der freien Journalistin Clara-Sophia Müller.
© Henk Hogerzeil/Berliner Zeitung
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