Denkmalstreit

Lutherdenkmal: Architekten erheben schwere Vorwürfe gegen Senatsbaudirektorin Kahlfeldt

Mit ihrer scharfen Kritik bringen die Architekten des ursprünglichen Siegerentwurfs einen Konflikt zurück auf die Tagesordnung. Wie wäre es mit einer echten Berliner Lösung?

5 Min
Das bronzene Denkmal des Reformators Martin Luther vor der Marienkirche

Das bronzene Denkmal des Reformators Martin Luther vor der Marienkirche

© Imago

Nachdem die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in der vergangenen Woche den neuen Entwurf für das Lutherdenkmal am Rathausforum, direkt an der Marienkirche, vorgestellt hat, melden sich nun die Verlierer des Verfahrens zu Wort – obwohl sie eigentlich die Sieger waren.

Der Berliner Künstler Albert Weis und das Architekturbüro Zeller & Moye, deren Entwurf 2016 einen internationalen Wettbewerb einstimmig gewonnen hatte, werfen der Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt vor, das über Jahre vorbereitete Projekt ohne überzeugende Gründe gestoppt und durch ein neues Vergabeverfahren ersetzt zu haben. In einer gemeinsamen Stellungnahme sprechen sie von einem „kulturpolitischen Skandal“ und erklären, das Vertrauen in öffentliche Planungs- und Wettbewerbsverfahren sei „massiv beschädigt“.

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