In der Altmark, einer der am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands, stehen denkmalgeschützte Häuser leer, junge Menschen ziehen weg, ganze Ortskerne veröden. Sachsen-Anhalts Landesregierung will diesem Trend mit einem ungewöhnlichen Instrument begegnen: Sie schickt Künstler dorthin. Für 2027 schreibt das Kulturministerium erneut Aufenthaltsstipendien aus – an vier Standorten, die nicht zufällig gewählt sind. Drei davon liegen in der strukturschwachen Altmark, der vierte im ländlichen Raum bei Haldensleben. Es geht um mehr als Kulturförderung: Kunst soll leisten, was klassische Regionalpolitik bislang nicht geschafft hat.
Kulturförderung
Mit Kunst gegen leere Dörfer: Sachsen-Anhalt schickt Stipendiaten in die Provinz
Wo junge Menschen abwandern, sollen jetzt Künstler einziehen: Sachsen-Anhalt vergibt Aufenthaltsstipendien gezielt in strukturschwachen Regionen.
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Schloss Hundisburg bei Haldensleben: Einer von vier Standorten, an denen Sachsen-Anhalt junge Künstler mit Stipendien fördert.
© Steffen Schellhorn/imago
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