Fußball

Kuriose Szene machte ihn berühmt: Dieser Schiedsrichter pfeift das WM-Halbfinale

Ivan Barton wurde bei der WM durch einen kuriosen Rot-Verweis berühmt. Nun leitet der Schiedsrichter das Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien.

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Der Schiedsrichter Ivan Barton aus El Salvador pfeift das WM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich.

Der Schiedsrichter Ivan Barton aus El Salvador pfeift das WM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich.

© JOERAN STEINSIEK/imago

Im WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien am Dienstagabend (14. Juli, 21 Uhr MESZ) werden einige der größten Stars des Fußballs gemeinsam auf dem Platz stehen. Klar, dass da auch der Schiedsrichter ein bekanntes Gesicht haben muss – wenn auch nicht unbedingt dafür, dass er die größten Spiele gepfiffen hat.

Fußballhistorischer Schiedsrichter

Nein, Ivan Barton rückte ins Zentrum der Aufmerksamkeit für einen ganz besonderen Moment dieser Weltmeisterschaft. Der Satz, der ihn berühmt machte, klingt bis heute eher nach einem schrägen Fußball-Meme als nach einer offiziellen Ansage: After Review, Number 10 Paraguay, cover his mouth, decision is red card (deutsch: Nach Überprüfung: Nummer 10 aus Paraguay hält sich die Hand vor den Mund – die Entscheidung lautet: rote Karte.).“

Mit dieser Aussage schrieb der Schiedsrichter aus El Salvador Fußballgeschichte. Denn er war der erste Schiedsrichter, der die neue Linie der Fifa strikt befolgte, nach der Spieler eine Rote Karte sehen sollen, wenn sie in Streitmomenten mit der Hand vor dem Mund zum Gegner sprechen. Der Paraguayer Miguel Almirón war in diesem Fall der erste Spieler überhaupt, bei dem diese Auslegung im Fußball tatsächlich zu Rot führte – ein Novum, das die Szene sofort historisch machte.

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Dass Barton nun das Halbfinale leiten darf, passt zu seinem Ruf als Unparteiischer, der klare Entscheidungen nicht scheut und in hitzigen Spielen eine deutliche Linie zieht. Das bedeutet in seinem Fall eine recht harte Linie.

Endet das Halbfinale mit 22 Spielern?

Der Statistik nach wäre es daher fast überraschend, wenn Frankreich und Spanien im Halbfinale am Abend jeweils mit elf Spielern zu Ende spielen dürfen. Denn: In vier seiner sechs letzten Partien zeigte Barton einem Spieler die rote Karte. Für die Fifa ist das aber offenbar kein Makel, sondern ein Vertrauensbeweis: Wer eines der größten Spiele des Weltfußballs pfeift, soll nicht zögern, wenn es im entscheidenden Moment darum geht, Grenzen zu ziehen.

Das Halbfinale verspricht also nicht nur sportlich zum Klassiker zu werden, sondern es bekommt auch eine Schiedsrichterfigur, die selbst Teil der WM-Erzählung geworden ist.

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