Die EU kauft weiter große Mengen russisches Flüssigerdgas (LNG), muss aber ab Januar vollständig darauf verzichten. Während Europa Ersatz benötigt, bringt sich mit der Türkei ein möglicher neuer Abnehmer für russische Lieferungen ins Spiel: Energieminister Alparslan Bayraktar hat mit Russlands größtem LNG-Produzenten Novatek über eine Zusammenarbeit gesprochen. Das teilte er nach einem Treffen mit Novatek-Chef Leonid Mikhelson am Freitag in Moskau auf X mit.
Am Rande der Russischen Energie-Woche hätten beide Kooperationsmöglichkeiten im LNG-Bereich, Beschaffungsprozesse und Entwicklungen auf dem globalen Energiemarkt erörtert. „Wir werden weiterhin strategische Schritte unternehmen, um die Energieversorgung unseres Landes zu diversifizieren und unsere Versorgungssicherheit zu stärken“, schrieb Bayraktar. Einen Vertrag oder konkrete Mengen nannte er nicht. Für Novatek könnte mit der Türkei jedoch ein neuer Absatzmarkt entstehen, während europäische Kunden aussteigen müssen.
Energie
Kurz vor EU-Importverbot: Türkei greift nach russischem LNG von Novatek
Die EU verbietet russisches LNG ab Januar. Die Türkei könnte die frei werdenden Mengen kaufen – und spricht bereits mit dem Exporteur Novatek.
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Russlands Terminal Yamal LNG: Vor dem EU-Importverbot spricht die Türkei mit Betreiber Novatek über eine Zusammenarbeit.
© Novatek
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