Die Zahl antisemitischer Vorfälle an den Konzentrationslager-Gedenkstätten in Brandenburg ist drastisch gestiegen. Wie Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle in Potsdam mitteilte, wurden im Jahr 2024 211 solcher Taten erfasst. Zum Vergleich: 2022 lag die Zahl noch bei 46 Vorfällen. Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich die Zahl damit mehr als vervierfacht.
Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, bezeichnete die Entwicklung als alarmierend. Sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere der Vorfälle gäben Anlass zur Sorge. Der gesellschaftliche Rechtsruck sei an den Gedenkstätten unmittelbar zu spüren, erklärte Drecoll.
Gedenkstätten erinnern an Befreiung vor 81 Jahren
Mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen erinnert die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten vom 17. April bis 3. Mai an die Befreiung der Konzentrationslager vor 81 Jahren. Geplant sind Zeitzeugengespräche, Ausstellungen und internationale Begegnungen, zu denen auch mehrere Überlebende erwartet werden.
Am Sonntag, 19. April, wird in der Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erwartet. In Ravensbrück folgt am 3. Mai eine zentrale Gedenkveranstaltung.
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