BERLIN. Die Bundesländer werden von Juli an mit der Abschiebung von afghanischen Flüchtlingen beginnen. Zuerst sollen Straftäter, des Terrorismus Verdächtige sowie ledige Männer, die weniger als sechs Jahre in Deutschland leben, abgeschoben werden, teilte die Innenministerkonferenz am Freitag in Stuttgart mit. Bevorzugt bleiben können Familien, Personen, die nicht von staatlicher Hilfe leben, sowie Schüler und Ältere. Dieselben Maßstäbe gelten für Flüchtlinge aus dem Kosovo. Die Innenminister lehnten einen Vorschlag von Bundesinnenminister Otto Schily und Berlins Innensenator Ehrhart Körting (beide SPD) ab, Kindern und Jugendlichen ein Bleiberecht zu gewähren. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Marieluise Beck, Menschen- rechtsgruppen, Grüne und FDP kritisierten die Beschlüsse. (sav.)
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