Er war Erwin Barths letztes großes Werk. Zwischen 1925 und 1933 hatte der damalige Stadtgartendirektor den Landhausgarten am Lüdickeweg 1 in Kladow für seinen Freund, den jüdischen Bankier Dr. Max Fränkel, entworfen und angelegt. Am Wochenende wurde das wiederhergestellte Gartendenkmal erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Künftig soll der Park für alle zugänglich sein.Der "Landhausgarten Dr. Max Fränkel" liegt direkt an der Havel. Vom Uferweg aus kann man die alte Meierei auf der Pfaueninsel sehen, etwas weiter weg auch das Strandbad Wannsee. Treppen aus weißem Rüdersdorfer Kalkstein führen von der Uferwiese über vier Terrassen zu den Häusern des Anwesens auf einem kleinen Hügel. Bis 1992 wurde das 3,5 Hektar große Gelände vom Berliner Zoll und von Angelsportlern genutzt. "Als wir den Garten damals betraten, war es wie in einem Urwald, alles war zugewachsen", sagt Gartendenkmalpfleger Klaus Lingenauber. Gleichzeitig forschten die Denkmalpfleger im Barth schen Nachlass an der Technischen Universität und fanden mehr als 100 Pläne zu dem Grundstück."Bei den Grabungen im Park legten wir unter meterhohen Gartenabfällen und Laubresten noch die alten Treppen, Mauerreste und Wege frei", sagt Elke Hube vom Grünflächenamt. Mehr als eine Million Mark kosteten die Arbeiten. Der Verein Kladower Forum übernimmt die Patenschaft und will die Anlage zu einem Kulturgarten mit Konzerten und Lesungen machen. Für Besucher wird der Park ab 2002 geöffnet. Denn einige Sandsteinmauern drohen einzustürzen. Sie müssen jetzt saniert werden.
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