Debatte um Impfprivilegien

Laschet: Ungeimpfte mit Negativ-Test nicht benachteiligen

Wer getestet sei, dürfe durch den Staat nicht vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden, so der Kanzlerkandidat der Union.

Team News Mike Wilms dpa/mow
2 Min
Armin Laschet (CDU), Kanzlerkandidat und Ministerpräsident von NRW

Armin Laschet (CDU), Kanzlerkandidat und Ministerpräsident von NRW

© dpa/Arnulf Stoffel

Der CDU-Vorsitzende forderte zugleich eine Abkehr von Inzidenzwert als alleinigem Maßstab für die Bewertung der Lage. Ausschlaggebend müsse auch die Belegung von Krankenhausbetten und Intensivstationen sein. „Bei einer hohen Impfquote und nur wenigen Patienten erleben wir derzeit keine Überlastung des Gesundheitssystems“, sagte Laschet.

Dobrindt: „Inzidenz als alleiniges Maß aller Dinge hat ausgedient“

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt befand: „Die Inzidenz als alleiniges Maß aller Dinge hat ausgedient.“ Dobrindt plädierte in der Bild am Sonntag für einen „3-I-Wert“ aus Impffortschritt, Intensivbettenauslastung und Inzidenz. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) warb für eine sogenannte Corona-Ampel, die auch die Auslastung der Krankenhäuser und Intensivbetten sowie Fortschritte beim Impfen berücksichtigt.

Laschet machte ferner klar, dass es vom Herbst an keine vom Staat bezahlten Corona-Tests mehr geben sollte. Mit Blick auf die Schulen sagte er, überall sollte nach den Ferien Präsenzunterricht stattfinden. „Wir können den Kindern und auch den Eltern keine weitere Zeit mit Homeschooling und Distanzunterricht zumuten.“

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