Weltkulturerbe West & Ost

Leben im Hansaviertel: „So einem Haus muss man sich unterordnen“

Hansaviertel im Westen und Karl-Marx-Allee im Osten sollen Weltkulturerbe werden. Doch wie lebt es sich in den Häusern? Teil 1: Der Architekten-Bungalow.

Jenni Roth
9 Min
Seit 1959 im Hansaviertel: Hanna Knebusch vor ihrem Arne-Jacobsen-Bungalow.<br>

Seit 1959 im Hansaviertel: Hanna Knebusch vor ihrem Arne-Jacobsen-Bungalow.

© Berliner Zeitung/Markus Wächter

Kannst du dir nicht ein richtiges Haus kaufen, habe er sie gefragt. „Ein richtiges Haus, das hieß für einen Westfalen: Spitzgiebel, Vorgarten mit Buchsbaumhecke, Stufen zu Tür“, sagt Knebusch. Der Container war das Gegenteil, kostete aber knapp 96.000 D-Mark. Viel Geld damals, 1959. Wenn ihr Vater gewusst hätte, was dieser Bungalow einmal wert sein würde, hätte er wohl kaum so lange mit der Investition gezögert. Mittlerweile hat seine Tochter zahllose Kaufangebote abgelehnt.

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