In Deutschland wird beim Kremieren ein Körper nebst Sarg bei circa 900 Grad Celsius verbrannt. Der Ofen ist vorgeheizt und das Holz entzündet sich wie von selbst. Am Ende bleiben von einem Menschen nur noch die mineralischen Einlagerungen in den Knochen übrig. Das sieht weniger nach Asche – von der man landläufig spricht – aus, als man denkt. Die Reste sind eher weiß. Manchmal sind noch kleine schwarze Bestandteile dabei, zumeist sind das Reste vom Sarg. Von uns Erwachsenen bleiben so circa 2,5 bis 4 Kilo mineralische Bestandteile übrig, die dann in eine Urne kommen. Bei Kindern ist es signifikant weniger. Für beides, Sarg und Urne, gibt es dann verschiedene Beisetzungsstätten. Sei es ein Friedhof oder bei Urnen auch ein dafür vorgesehener Wald und einige Gebiete an der Ost- und Nordsee.
Leben & Sterben
Sarg oder Urne? Ein Bestatter klärt auf
Unser Kolumnist erklärt die Unterschiede zwischen einer Erd- und einer Feuerbestattung und räumt mit Mythen rund um die Bestattung auf.
Eric Wrede
3 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Ein Sarg wird in den Ofen des Krematorium zur Einäscherung hineingefahren.
© dpa/Felix Kästle
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*