In Mecklenburg-Vorpommern hat sich das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung eingeschaltet, nachdem eine Lehrerin an einer Gesamtschule mit einem Pullover mit einem Anti-AfD-Slogen für Aufsehen sorgte. Wie die Ostsee-Zeitung berichtete, wurde der betroffenen Lehrerin mittlerweile untersagt, im Unterricht Kleidung mit politischen Statements zu tragen.
Aufmerksam auf den Vorfall machte der AfD-Fraktionschef Morris Lipkow in einer Sitzung der Gemeindevertretung. Das Ministerium bestätigte einen entsprechenden Vorfall und dass dieser gemeldet wurde. Auch das Staatliche Schulamt sei eingeschaltet worden.
AfD kritisiert Lehrerin scharf
Nach Angaben des schulpolitischen Sprechers der AfD-Landtagsfraktion, Enrico Schult, trug die Lehrerin einen Pullover mit der Aufschrift „ekelhAfD“ getragen.
Die AfD-Fraktion habe den Vorgang auch im Bildungsausschuss des Landtages Mecklenburg-Vorpommern thematisiert. Die AfD kritisierte, dass nach dem Beutelsbacher Konsens Lehrer der Neutralität verpflichtet seien. Das Prinzip soll Indoktrination verhindern. Der Konsens beruht auf drei Grundsätzen: Überwältigungsverbot (keine Meinungsinfusion), Kontroversitätsgebot (kontroverse Themen auch kontrovers darstellen) und Schülerorientierung (Befähigung zur eigenen Interessenanalyse).
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Die AfD pocht bereits länger auf das Neutralitätsgebot an Schulen. Auf der von AfD-Landtagsfraktionen initiierten Website „Neutrale Schule“ sollen mutmaßliche Verstöße von Lehrkräften gegen das schulische Neutralitätsgebot anonym gemeldet werden können. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sprach von einem Einschüchterungsversuch. „Wenn es in der Schule um politische Bildung geht, müssen sich Lehrkräfte nicht neutral verhalten“, hieß es seitens der Gewerkschaft.
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