Der Fall um den früheren Generalintendanten des Theaters Erfurt, Guy Montavon, endet nach mehr als zwei Jahren offenbar mit einem politischen und juristischen Rückzug der Stadt. Nach Berichten unter anderem des MDR hat sich der Stadtrat auf einen Vergleich geeinigt. Das Arbeitsverhältnis wird rückwirkend beendet, Montavon erhält eine Zahlung von 526.000 Euro – zugleich hält die Stadt die ursprünglichen Kündigungsgründe nicht mehr aufrecht. Damit wird ein Konflikt, der beispielhafte strukturelle Fragen zur Organisation und Machtverteilung in Theaterbetrieben aufwarf, mit Steuermitteln und ohne jeden Erkenntnisgewinn abgewürgt. Möge der Fall wenigstens als schlechtes Beispiel von Nutzen sein.
Kulturpolitik
Lehrstück des Scheiterns: Erfurt lässt sich den Machtkonflikt am Theater Millionen kosten
Thüringens Landeshauptstadt hat einen Vergleich mit dem Generalintendanten geschlossen. Nicht nur die Höhe der Abfindung ist dabei Zeugnis des Versagens. Eine Analyse.
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Guy Montavon (r.), ehemaliger Generalintendant des Theaters Erfurt, sitzt mit seinem Anwalt Richard Baumann bei einem Gütetermin am Arbeitsgericht Erfurt.
© dpa
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