In Rostock wurde am Wochenende eine Leiche entdeckt. Wie Pressesprecherin Anne Neumerkel von der Rostocker Staatsanwaltschaft bestätigte, fand ein Spaziergänger den Toten am Sonnabend an der Unterwarnow zwischen den Stadtteilen Dierkow und Gehlsdorf.
Nach einem Bericht der Blaulicht-Reporter Rostock soll die Person gefesselt gewesen sein und schon etwa fünf Monate am Fundort gelegen haben. Diese Angaben wollte die Staatsanwaltschaft nicht bestätigen.
Das sagt die Staatsanwaltschaft Rostock zum Leichenfund
„Wir können zum jetzigen Zeitungpunkt noch keine Angaben zur Identität und zur Todesursache machen. Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet und ermitteln in alle Richtungen - so wie immer bei Todesfällen mit unklarer Ursache. Also auch dazu, ob es einen Anfangsverdacht für ein Gewaltverbrechen gibt“, so Anne Neumerkel. Es werde auch eine Obduktion geben. Wann dazu Ergebnisse vorliegen, konnte die Sprecherin noch nicht sagen.
Mordfall Fabian: Das ist in der neunten und zehnten Prozesswoche passiert
Mitte Juli totes Ehepaar aus der Warnow geborgen
Erst am 15. Juli waren zwei Tote aus der Warnow am Rostocker Stadthafen geborgen worden. Dabei handelte es sich um ein Ehepaar im Alter von 88 und 87 Jahren, die zuvor in einem Auto saßen, das über die Kaikante fuhr. Auch in diesem Fall wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Wer von beiden am Steuer saß, muss dabei geklärt werden, ebenso, warum das Auto ins Wasser fuhr.
Im Februar Leichenfund in gelber Kiste
Am 28. Februar 2026 war in einem Waldstück an der Albert-Einstein-Straße in der Rostocker Südstadt ein männlicher Leichnam in einer auffälligen gelben Kiste entdeckt worden. Die Ermittler gingen in diesem Fall früh von einem Gewaltverbrechen aus. Ein 39-jähriger Beschuldigter wurde festgenommen, das Amtsgericht Rostock erließ Haftbefehl.
Mordfall Fabian aus Güstrow: Der vielleicht wichtigste Zeuge belastet Gina H.
Das Opfer wurde später als 44-jähriger polnischer Staatsbürger identifiziert. Nach Ermittlungsstand der Polizei starb der Mann bereits Mitte November 2025 infolge massiver stumpfer Gewalteinwirkung. Im April 2026 wandte sich die Polizei mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit. Ungeklärt war zu diesem Zeitpunkt vor allem, wann genau der Leichnam in der auf Räder montierten gelben Kiste – einer Art Mörtelwanne – zum Fundort gebracht wurde.
„Inzwischen wurde Anklage in diesem Fall erhoben“, informiert Anne Neumerkel auf Nachfrage der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung. Bis zu einer Urteilsverkündung gilt die Unschuldsvermutung.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]