Die Stadt Leipzig hebt ihre Umweltzone auf. Künftig dürfen Autos auch ohne grüne Plakette in der Stadt fahren. Die Stadtverwaltung begründet den Schritt damit, dass sich die Luftqualität in den vergangenen Jahren so weit verbessert habe, dass die Beschränkung nicht mehr nötig sei.
„Die Umweltzone ist nicht mehr erforderlich“, teilte die Stadtverwaltung mit. Seit 2019 würden die gesetzlichen Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid an sämtlichen offiziellen Messstationen durchgehend eingehalten. Auch Prognosen zeigten, dass die Werte ohne die Umweltzone unterhalb der gesetzlichen Vorgaben blieben. Damit fehlten laut der Stadt die rechtlichen Voraussetzungen, um die Beschränkung weiterhin aufrechtzuerhalten. Die Aufhebung soll im Rahmen der anstehenden Fortschreibung des städtischen Luftreinhalteplans erfolgen.
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Leipzig hatte die Zone im März 2011 eingerichtet – als einzige Stadt in Sachsen. Das betroffene Gebiet umfasst rund zwei Drittel des Stadtgebiets. Die Stadtverwaltung räumte ein, dass die Umweltzone zur Verbesserung der Luftqualität beigetragen habe, inzwischen jedoch nur noch „einen sehr geringen Beitrag“ leiste.
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Ab 2030 deutlich strengere EU-Grenzwerte
Die Stadt wies allerdings darauf hin, dass ab 2030 in der EU deutlich strengere Grenzwerte in Kraft treten. Modellrechnungen deuteten darauf hin, dass diese Vorgaben nicht überall in Leipzig eingehalten werden. „Die Stadt befasst sich daher bereits jetzt mit geeigneten Maßnahmen, um auch künftig eine Luftqualität unterhalb der Grenzwerte zu gewährleisten“, kündigte die Verwaltung an. (mit dpa)
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