Modesoziologie-Interview

Warum sieht Kleidung lesbisch aus? Jo Meyer im Interview über queere Modegeschichte

Kleidung ist niemals neutral. Content Creator Jo Meyer über die Frage, wie Mode zur stummen Sprache wird, Zugehörigkeit schafft und Identität sichtbar macht.

9 Min
Im November letzten Jahres hat Jo Meyer damit begonnen, regelmäßig Content hochzuladen. Heute folgen Meyer über 20.000 Menschen.

Im November letzten Jahres hat Jo Meyer damit begonnen, regelmäßig Content hochzuladen. Heute folgen Meyer über 20.000 Menschen.

© Charlotte Hansel/Berliner Zeitung

Tanktops, Schiebermützen, Daumenringe – warum sieht das eigentlich lesbisch aus? Diese Frage stellt Jo Meyer regelmäßig auf dem eigenen Instagram-Kanal und liefert die Antworten gleich mit.

Als Soziolog:in und Content Creator, die sich selbst als nichtbinäre Person versteht, geht Jo Meyer teils tief in die Recherche, durchforstet Archive und liest stundenlang Artikel. Derart gut recherchierte Analysen sind im schnelllebigen Internet selten – kein Wunder also, dass diese so verfangen: Mit dem Content über lesbische Modegeschichte erreicht Meyer regelmäßig Hunderttausende Menschen.

Im Interview geht es um die einst lebenswichtige Schutzfunktion historischer Erkennungszeichen für Lesben, warum der Karabinerhaken plötzlich im Mainstream landet und wie schmal der Grat zwischen popkultureller Analyse und dem Festigen von Klischees ist.

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