SCHÖNEFELDZu ",Den Verrätern machen wir jetzt Dampf . Flughafengegner starten Kampagne gegen PDS" von A. Beyerlein und J. Schwenkenbecher (11. Dezember): Die PDS startete im Südosten Berlins mit dem Anti-Schönefeld-Ticket förmlich durch. Die Genossen entfachten aus der verzweifelten Gefühlslage der lärmgeplagten Anwohner zwischen Rahnsdorf und Grünau einen kräftigen Aufwind, der dazu beitrug, die Partei in die höchsten Ränge der Hauptstadtpolitik zu befördern. Bei den letzten Wahlen schmiss die PDS den Nachbrenner rein: Wählt PDS und der Mega-Airport Schönefeld scheitert! Es funktionierte. Die Anliegerwahlkreise fielen an die PDS, Gysi durchbrach die Schallmauer und wird Senator. Jubel unter den mit Lärm bedröhnten Dächern: Es gibt sie doch, die Demokratie. Aber nun reißt Gysi im Höhenrausch den Steuerknüppel brutal herum und holt seine Wähler mit harter Landung auf den Boden der Tatsachen zurück. Damit dürfte sich das Ansehen der PDS nun im Sturzflug befinden. Lügen haben kurze Flügel.A. Lahn, BerlinJetzt droht der Bürgerverein Brandenburg-Berlin (BVBB) der PDS, die in meinen Augen eine der vernünftigsten Entscheidungen seit Jahren getroffen hat, nämlich dem Aus- bau Schönefelds zuzustimmen. Es müsste doch mittlerweile klar sein, welche Motoren Drehkreuz-Flughäfen für die Wirtschaftsentwicklung sind. Ob es sich Berlin und Brandenburg leisten können, darauf zu verzichten? Wer einmal vom Münchner Flughafen mit der S-Bahn in die Stadt gefahren ist, hat dort eine blühende Landschaft gesehen. Dieser "Wirtschaftsgürtel" ist hauptsächlich während des letzten Jahrzehnts entstanden - der neue Airport ist seit 1992 in Betrieb. Marco Rosenwicki, BerlinMag sich Gregor Gysi nun auch drehen und wenden, seine anfänglich strikte Ablehnung des Flughafenprojektes ist inzwischen dem parteilichen Machtstreben gewichen. Der von der PDS geplante Flughafenausbau ist schließlich nichts Anderes als eine schöne Umschreibung für den Bau des Großflughafens in mehreren Schritten. Bernd Druna-Lobe, BerlinNATIONALHYMNEZu: "Anzeige. Rechte verstießen gegen Auflagen" von Andreas Kopietz (3. Dezember): Dass nur das Absingen der dritten Strophe des Deutschlandliedes erlaubt ist, ist Unsinn. Selbstverständlich sind auch die ersten beiden Strophen erlaubt und wenn man halbwegs historisch gebildet ist, weiß man auch, welche Aussage sie haben, nämlich, dass sie sich gegen die damalige Kleinstaaterei und ähnliche Missstände richteten. Björn Clemens, DüsseldorfMIETENZu: "Ein Preis für einen Mietvertrag" von Marlies Emmerich (6. Dezember): Auch andere Berliner Vermieter setzen Zeichen. Vor kurzem unterzeichnete ich meinen Mietvertrag bei der Prima-Wohnbauten GmbH Lichtenberg und war angenehm überrascht von der Formulierung der Präambel zur Hausordnung, die Bestandteil des Mietvertrags ist: "Die Mieter verpflichten sich zu einem toleranten, gutnachbarschaftlichen Umgang miteinander, und zwar unabhängig von Geschlecht, Art der Lebensgemeinschaft, Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat und Herkunft, Glauben sowie religiösen oder politischen Anschauungen ." Diese oder ähnliche Formulierungen gehören in jeden Mietvertrag. Respekt den Vermietern, die in Zeiten genehmigter Skinhead-Aufmärsche kleine Zeichen setzen.Helmut Christiansen, Berlin
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