Abgeordnetenhaus

Panne bei den Linken: Eralp zeigt das falsche Rathaus in Wahlwerbe-Spot

Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp erklärt in einem Instagram-Video den Wahlzettel. Im dem Spot zeigt sie allerdings das falsche Rathaus.

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Bei einem Video der Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp ist eine Panne unterlaufen.

Bei einem Video der Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp ist eine Panne unterlaufen.

© Jens Schicke/imago

Die Spitzenkandidatin Elif Eralp hat in einem neuen Instagram-Video Schritt für Schritt erklärt, wie die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus mit Erst- und Zweitstimme abläuft.

Zwischendurch blendet die Spitzenkandidatin der Linken ein imposantes Rathaus ein – jenen Ort, in den sie als Regierende Bürgermeisterin einziehen will.

Gemeint ist das Rote Rathaus in Berlin-Mitte. Zu sehen ist jedoch ein anderes Gebäude, das gut fünf Autostunden entfernt steht.

Was Elif Eralp in ihrem Instagram-Video erklärt

In dem kürzlich hochgeladenen Spot führt Eralp durch die Grundregeln der Berliner Wahl: Was die Erststimme bewirkt und wofür die Zweitstimme zählt.

An einer Stelle taucht ein prächtiger Backsteinbau auf – gedacht als das Rote Rathaus, in das die Linke mit möglichst vielen Zweitstimmen einziehen möchte.

Das Rechtstädtische Rathaus in Danzig tauchte in einem Video der Berliner Linken auf.

Das Rechtstädtische Rathaus in Danzig tauchte in einem Video der Berliner Linken auf.

© Zoonar/Konrad Weiß/imago

Wer den Turm des Gebäudes genauer betrachtet, merkt allerdings rasch: Der Berliner Amtssitz kann das nicht sein. Bei dem eingeblendeten Bau handelt es sich um das Rechtstädtische Rathaus in Danzig. Zwischen dem Gebäude in Polen und Berlin-Mitte liegen gut fünf Stunden im Auto. Das Video ist mittlerweile nicht mehr auf Instagram zu finden – offenbar wurde es gelöscht.

Berlin-Wahl: So knapp liegen Linke und CDU in Umfragen beieinander

Wie eng das Rennen ist, zeigt eine aktuelle Erhebung. In einer Insa-Umfrage kommen die Linke und die CDU mit Spitzenkandidat Stefan Evers auf jeweils 20 Prozent.

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Dahinter folgen die AfD mit 18 Prozent, die Grünen mit 16 Prozent und die SPD mit zwölf Prozent. Das BSW läge mit fünf Prozent im Abgeordnetenhaus.

Ein anderes Bild zeichnet die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF. Dort liegt die Linke mit 23 Prozent vor der CDU mit 21 Prozent. Die AfD erreicht in dieser Erhebung 17 Prozent, die Grünen 16 Prozent und die SPD zehn Prozent. Das BSW verpasst hier mit drei Prozent den Einzug ins Abgeordnetenhaus.

Streit um Sicherheit zwischen Evers und Eralp

Im Wahlkampf gab es zuletzt scharfe Töne. In einem Streitgespräch auf Welt TV nannte CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers die Linke ein Sicherheitsrisiko für Berlin.

Die Partei wolle die Polizei mit weniger Geld und Material ausstatten und den Verfassungsschutz als Geheimdienst abschaffen, so Evers. Wer hinnehme, dass auf seinen Wahlkampfbühnen „Terrorverherrlichung“ stattfinde, „der hat in einer Regierung, der hat im Roten Rathaus nichts zu suchen“.

Eralp wies die Vorwürfe zurück. Sie stehe für den Schutz jüdischen Lebens – „genauso wie für den Schutz von muslimischem, palästinensischem, von queeren Leben, von jedem Leben in Berlin“.

Jeder Gewaltaufruf sei inakzeptabel und habe bei der Linken keinen Platz, sagte sie. Sie wolle stärker in Prävention und Dialogformate investieren: „Wir müssen eine umarmende Politik machen, wir müssen wegkommen von der Polarisierung.“

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