Energie

LNG-Importe sinken, Gasspeicher schlecht gefüllt: EU-Agentur bringt Gas-Sparpflicht im Winter ins Spiel

Acer sieht Europa in der Klemme: Die EU braucht 900 TWh LNG, doch Importe sinken. Bleibt die Lücke, könnte der Gasverbrauch staatlich gedrosselt werden.

5 Min
Europa braucht LNG-Rekordmengen für den Winter, während die Konkurrenz mit Asien die Beschaffung verteuert.

Europa braucht LNG-Rekordmengen für den Winter, während die Konkurrenz mit Asien die Beschaffung verteuert.

© Nicolas Koutsokostas/imago

Europa geht mit niedrigen Gasvorräten und gesunkenen LNG-Lieferungen in den Winter. Jetzt beziffert die europäische Regulierungsagentur Acer in ihrem neuen Gasmarktbericht den Beschaffungsdruck: Im Basisszenario der Behörde braucht die EU rund 900 Terawattstunden Flüssigerdgas (LNG), die nach der Wiederverdampfung ins Gasnetz eingespeist werden, um den Verbrauch und die Restbestände des vergangenen Winters zu halten. Das liegt elf Prozent über dem höchsten Vergleichswert der vergangenen fünf Winter.

Vor allem Deutschland startet mit einem deutlichen Rückstand. Aktuell (Stand Dienstag) sind die Gasspeicher hierzulande laut Daten von Gas Infrastructure Europe (GIE) zu 61,65 Prozent gefüllt, Italiens dagegen zu rund 90 Prozent. Gleichzeitig stieg der europäische Gaspreis am Montag zeitweise über 97 Euro je Megawattstunde. Zusätzliche LNG-Terminals stehen bereit. Doch dafür muss Europa LNG beschaffen, um das es mit asiatischen Käufern konkurriert.

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