Energie

LNG verliert, TurkStream bleibt: Russlands Pipeline-Gas rückt in der EU vor

Russisches LNG verliert in der EU aktuell an Bedeutung. Gleichzeitig rückt Pipeline-Gas über TurkStream wieder stärker in den Vordergrund. Was steckt dahinter?

4 Min
Die Verlegung der TurkStream-Pipeline im Schwarzen Meer begann im Mai 2017 und wurde am 8. Januar 2020 abgeschlossen. Symbolbild.

Die Verlegung der TurkStream-Pipeline im Schwarzen Meer begann im Mai 2017 und wurde am 8. Januar 2020 abgeschlossen. Symbolbild.

© Gazprom

Die EU will ab Januar 2027 komplett aus dem russischen LNG und ab Oktober auch aus dem Pipeline-Gas aussteigen. Die neuesten Daten des Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA), eines führenden Datenanalyse-Unternehmens mit Sitz in Helsinki, zeigen nun: Russisches Flüssigerdgas (LNG) hat in der EU zuletzt im Juli deutlich an Bedeutung verloren. Zugleich ist russisches Pipeline-Gas innerhalb der russischen Gaslieferungen in die EU wieder nach vorn gerückt.

Noch im Juni entfielen 52 Prozent des Werts aller russischen Fossilenergieimporte der EU auf LNG – das entsprach 993 Millionen Euro. Pipeline-Gas machte mit 379 Millionen Euro lediglich 25 Prozent aus. Im Juli drehte sich das Verhältnis deutlich: Pipeline-Gas erreichte 38 Prozent beziehungsweise 561 Millionen Euro, russisches LNG nur noch 36 Prozent beziehungsweise 526 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang der LNG-Importe aus Russland von rund 47 Prozent, gemessen am Wert.

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