Im Fall von Jogi Löw wäre es denn auch absurd, ihm die gesellschaftliche Anerkennung zu verweigern. Fußball ist seit jeher mehr als nur Sport, es ist eine Volkskunst, auf die sich viele beziehen und an der sie nach Kräften auch mitwirken, zumindest was den diskursiven Rahmen angeht, in dem nicht nur Ergebnisse zählen, sondern auch Spielidee, körperliche Präsenz sowie das performative Gesamtbild. Und so darf man Jogi Löw zweifellos attestieren, 2014 nicht nur zur Erringung des Weltmeistertitels beigetragen zu haben, sondern auch dem bundesrepublikanischen Erscheinungsbild als selbstbewusste, aber auch reflektierte Nation eine neue Note gegeben zu haben.
Ende einer Ära
Was der Abschied von Jogi Löw und Dieter Bohlen für die Kultur bedeutet
Mit Jogi Löw und Dieter Bohlen treten zwei Dinosaurier des Showgeschäfts ab - und Nachfolger sind nicht in Sicht.
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Modisch immer auf der Höhe: Bundestrainer Joachim Löw.
© Imago/Valeria Witters
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