Bonn. Reuter Das Bundesfinanzministerium rechnet nicht damit, daß sich durch EU-Bestimmungen zum Aktienbesitz die Restprivatisierung der Deutschen Lufthansa AG verzögert. Ein Ministeriumssprecher sagte am Freitag, man sei auf die Regelung vorbereitet, wonach die Aktienmehrheit der Lufthansa im Besitz von Deutschen oder Bürgern der Europäischen Union (EU) verbleiben muß. Derzeit gehörten 50,7 Prozent der Aktien nachweislich Bundes- oder EU-Bürgern. Die Anteilseigner hätten zugesagt, ihre Aktien bis zur Hauptversammlung 1996 nicht zu verkaufen. Es sei ein Rechtsgutachten erstellt worden, das eine interministerielle Arbeitsgruppe derzeit auswerte, sagte der Sprecher. Eine "Gefährdung" der Lufthansa bestehe nicht.In Zeitungsberichten hatte es geheißen, wenn das Problem der Eigner-Struktur nicht gelöst werden, drohe der Fluggesellschaft der Verlust ihrer Betriebsgenehmigung und internationaler Streckenrechte. Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann will die Privatisierung der restlichen 36 Prozent der Lufthansa-Anteile nach eigener Aussage im kommenden Jahr abschließen. +++
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