Die Rollen, die Luna Jordan spielte, waren selten leicht. In „Kommissarin Lucas – Tote Erde“ spielte sie die junge Marie Bacher in einem Krimi über Schuld, Gewalt und familiäre Abgründe. In „Polizeiruf 110: Your Body, My Choice“ war sie als Lara Becker zu sehen, eine Pro-Choice-Aktivistin in einem Fall um Schwangerschaftsabbruch und Selbstbestimmung.
Die jungen Frauen, die sie spielte, waren immer verletzlich, meistens auch wütend. Als Zuschauer hatte man das Gefühl, dass sie nicht einfach vor der Kamera steht, sondern in ihren Rollen seelisch etwas durcharbeitet. Nun ist die Berliner Schauspielerin tot. Wie ihre Agentur Players am Montag unter Berufung auf die Familie mitteilte, starb Luna Jordan bereits am 13. Mai plötzlich und unerwartet. Sie wurde 25 Jahre alt. Angaben zur Todesursache wurden nicht gemacht.
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Einer der ganz Großen: Schauspieler Mario Adorf ist tot
Es ist ein Tod, der auch deshalb so schwer zu fassen ist, weil Luna Jordan noch am Anfang einer Karriere stand, die gerade sichtbar Fahrt aufnahm. Erst im März war sie im „Polizeiruf 110“ zu sehen. In der ZDF-Reihe „Jenseits der Spree“ spielte sie an der Seite von Jürgen Vogel. Dazu kamen Produktionen wie „Euphorie“, „Sleeping Dog“, „Wild Republic“, „Dead Girls Dancing“ und der Kinofilm „Run Me Wild“.
Geboren wurde Luna Jordan laut Angaben ihrer Agentur 2000 in Berlin. Der große Durchbruch im Kino kam mit „Fuchs im Bau“ von Arman T. Riahi. Für die Rolle als Samira Spahić, eine verschlossene Insassin einer Wiener Jugendstrafanstalt, erhielt sie 2022 den Österreichischen Filmpreis als beste weibliche Nebenrolle. Bei den Dreharbeiten war sie noch nicht einmal 20 Jahre alt. In ihrer Dankesrede thematisierte sie sexualisierten Missbrauch in der Film- und Theaterbranche.
Luna Jordan sprach über die Belastung junger Schauspieler
In der NDR-Dokumentation „Kinderschauspieler – Der Preis des Erfolgs“ sprach sie später offen darüber, wie belastend schwierige Rollen in jungen Jahren sein können und für sie selbst auch waren. Sie beschrieb dort auch, wie schwer es ihr fiel, sich emotional von den Figuren zu lösen.
Zuletzt arbeitete Jordan an „Hamburg Days“, einer Serie über die frühen Jahre der Beatles. Sie sollte darin Astrid Kirchherr spielen, die Hamburger Fotografin und Künstlerin, die das Bild der Band mitprägte. Es ist eine Rolle, die gut zu ihr gepasst hätte: eine junge Frau mit eigenem Blick und Stil.
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